ENDANGERED - Schau mir in die Augen, Mensch!
                     

Meine Bilder zeigen Individuen, die kurz davor stehen aus unserer schönen Welt zu verschwinden. Sie werfen noch einmal einen intensiven Blick auf den Betrachter...vielleicht führt das zu einem stillen Zwiegespräch? Zu Fragen nach dem Warum?  


Das Tier ist die Jagdbeute, das Produktionsgut, das Unterlegene, der Begleiter, das Kuschelwesen. Tiere sind entweder wild oder werden vermenschlicht. Tiere sind aber nicht nur Objekte, sondern sie sind auch Individuen mit einer eigenen Seele. Tiere sind schützens- und achtenswert.
 

Das will ich mit meinen Bildern vermitteln.


MY LAST BAMBOO

Der Große Pandabär ist in den Bergen Westchinas, in der Provinz Szechuan, zu Hause. Im Winter schneit es dort, im Sommer ist es feucht und mild und es gibt dort riesige Bambuswälder.
Besser gesagt: Es gab hier riesige Bambuswälder, in denen der Panda genügend zu Fressen finden konnte. Pandabären ernähren sich nämlich ausschließlich von Bambusblättern. Rund 30 Kilo Bambusblätter frisst ein ausgewachsener Pandabär pro Tag. 
Das muss man erst einmal zusammenbekommen – noch dazu, weil der Panda eigentlich nur die ganz jungen, frischen Blätter des Bambusbaumes mag.

Kein Bambus - Kein Bär

In den vergangenen Jahrzehnten wurden die chinesischen Bambuswälder aber größtenteils abgeholzt und in Felder für Bauern umgewandelt. Heute leben nur noch wenige Pandabären in kleinen Waldinselchen inmitten von Äckern, Straßen und Siedlungen.

Panda, Acryl auf Leinwand, 80 x 80 cm


Schmelzwasser

    

Packeis ist ein Lebensraum für Eisbären. Doch es schmilzt ihnen unter den Pranken weg. Das arktische Eis ist in den letzten 30 Jahren bereits um 40 Prozent dünner geworden. Schon heute müssen die Eisbären immer längere Strecken schwimmen, um durch offenes Wasser auf Eis zu gelangen. Durch den Klimawandel werden die Eisbären wohl noch in diesem Jahrhundert aussterben...

Eisbär gemalt
Schmelzwasser, Acryl auf Leinwand, 180 x 80 cm

VIRUNGA

    

Es herrscht Krieg im ältesten und artenreichsten Nationalpark Afrikas. Eine Holzkohlemafia läßt die Bäume im Nationalpark fällen und daraus Holzkohle brennen, ein äußerst lukratives Geschäft. Brennstoffmangel zwingt die Menschen illegal Holz zu schlagen.
Im Kampf um die Holzkohle verlieren die vom Aussterben bedrohten Gorillas ihren Lebensraum...

Virunga, Acryl auf Holz, 80 x 120 cm


NETWORK 

 

Mit einer Geschwindigkeit von über 100 km/h zählt der Schwertfisch zu den schnellsten Bewohnern der Weltmeere. Er dringt auf seiner Nahrungssuche sogar in Tiefen von bis zu 800 Metern vor.

Doch diese Fähigkeiten helfen diesen eleganten, silbernen bis zu 5 Metern langen Großfischen nicht gegen den weltweiten professionellen und übergründlichen Fischfang. Seine Tage sind gezählt.

Nicht nur Schwertfische sind vom Aussterben bedroht. Mit den heutigen Fangmethoden werden die weltweiten Fischbestände bis an ihre Grenzen oder darüber hinaus geplündert und Hunderttausende Meerestiere als ungewollte Beifang vernichtet.

Network, Acryl auf Leinwand, 180 x 80 cm


The White Bone - das weisse Gold der Elefanten 

    

Wilde Elefanten sind stärker vom Aussterben bedroht als jemals zuvor. Grund ist die steigende Nachfrage nach Elfenbein, besonders in China – dem größten existierenden Schwarzmarkt für Elfenbein. In einer Studie heißt es, der illegale Abschuss von Elefanten durch Wilderer habe ein derartiges Ausmaß erreicht, dass der Fortbestand der Dickhäuter extrem gefährdet ist.

Elefant gemalt
Elefant, Acryl auf Holz, 120 x 80 cm

Life on the Road

    

Auch hier in Deutschland sind Tiere akut vom Aussterben bedroht.

Der hohe Gefährdungsgrad geht auf die starke Veränderung der Landschaft und auf die Umweltbelastung durch den Menschen zurück.  

    

Amphibien wie die Rotbauchunke finden neben uns keinen Lebensraum mehr. Ihre Tümpel werden durch Grundwasserabsenkungen trocken gelegt.Die gebändigten Flüsse treten heute nicht mehr regelmäßig über die Ufer, Bebauung, Bodenversiegelung und intensive Landwirtschaft reichen oft bis direkt an die Uferkanten heran.

Weltweit sind mehr als ein Drittel aller Amphibien stark gefährdet.

Rotbauchunke, Acryl auf Leinwand, 60 x 50 cm


Landeanflug

    

Mit 5 - 8 cm Flügelspannweite gehört der Segelfalter zu den größten einheimischen Schmetterlingen. Dieser  Wanderfalter fliegt dank seiner schwanzartig verlängerten Hinterflügel beispiellos elegant segelnd und nutzt dabei die Thermik.   

Er ist in Deutschland sehr selten und gilt als stark gefährdet.  

Alle Schmetterlinge brauchen viele kleine Wasserquellen und feuchte Erde, um Mineralien aufzunehmen. Schattige Waldwege oder halbschattige Wege am Waldrand mit Pfützen sind für Schmetterlinge lebenswichtig, die Asphaltierung im Wald oder am Waldrand dagegen ist der Tod für die Schmetterlinge.

        

Portrait Segelfalter, S. Koschier
Portrait Segelfalter, 40 x 40 cm

 

 

    

 

 

 

 


 

 

 
















IMMER AUF DER HUT

 

Er springt bis zu 7 Meter weit, kann 80 km/h schnell laufen, schlägt auf seiner Flucht Haken und legt falsche Fährten: Unser Meister Lampe, der Feldhase ist bedroht! Die Intensivierung der Landwirtschaft und die vielen Straßen machen ihm schwer zu schaffen. Die Feldhasen bräuchten dringend mehr Brachflächen um bei uns zu überleben...

 

Portrait Feldhase, S. Koschier
Portrait Feldhase, 20 x 50 cm

 

TOTHOLZTOD I + II

 

Portrait Hirschkäfer, S. Koschier
Portrait Hirschkäfer, 40 x 40 cm

Abgestorbenes Holz bildet die Lebensgrundlage für zahlreiche Lebewesen. Doch wird unser Wald aus ästhetischen und forstschützerischen Gründen regelrecht leergefegt. Altholz wird gefällt und das Totholz teils als Brennholz für den Haushalt gesammelt. Nur wenige Bäume bleiben zurück, die biologisch alt werden und natürlich absterben können.

Insekten wie der schillernde Alpenbock oder der beeindruckende Hirschkäfer wandern zu im freien gelagertem Brennholz ab, legen dort ihre Eier, deren Larven später aber im Ofen verbrennen.                                     

 

Portrait Alpenbock, S. Koschier
Portrait Alpenbock, 40 x 40 cm




 

 

 

 

 

 

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