1. Tag 

Ulaan Baatar

23,5 kg wiegt nun meine Reisetasche, in der mein Rucksack,ein kleines Sturmzelt, Schlafsack, Isomatte, Wanderstöcke, ein wenig Kleidung und Trekkingproviant enthalten sind.  

Ich fliege in die Mongolei.  

Ein langer Flug. Mittags von München weg, mit zwei Stunden Aufenthalt in Moskau und Landung tags darauf um 7 Uhr Früh in UlaanBaatar. Die Maschinen  nur mit Grundausstattung. Da gibt es weder eine Anzeige über Flugdauer  und -höhe noch momentanen Standort und schon gar keine Videos. Wir dösen alle vor uns hin, in den orange-blauen Kunstledersesseln der Aeroflot.

Glücklich und pünktlich gelandet muss ich feststellen, dass mein Gepäck in Moskau geblieben ist. Eine lange Schlange vor einem Tresen. Ich habe ab jetzt Zeit!  

Der Angestellte spricht ein paar Worte Englisch, kaum als solches zu erkennen. Ich unterschreibe ein kyrillisches Formular. Das Gepäck kommt wohl erst morgen Früh.

 

 

Ulaan Baatar

Ein Taxi bringt mich in die Stadt. Der Himmel des Innenraums ist mit gestepptem Taft verkleidet. Am Rückspiegel hängen bunte buddhistische Symbole. Ich habe die erste Nacht online im Sant Asar Hotel in der Seoulstreet gebucht, für 55 USD, zentral gelegen.  

Das Zimmer ist dunkelrot.

Ich leg mich erst mal für ein paar Stunden schlafen. Nachmittags mach ich mich auf die Suche nach einem Geschäft in dem ich eine Gaskartusche für meinen Campingkocher erwerben kann, da man sowas ja nicht im Flieger transportieren darf. Die Straßen und Gehwege sind voller Schlaglöcher und Pfützen. Es wird viel gehupt. An der Hälfte der Gebäude wird gebaut oder renoviert. Ein farbenfrohes Chaos. Die Gesichter alle asiatisch. Teils gehetzt, teils mit aller Zeit der Welt.

 

 

 

Ulaan Baatar

Im Department Store wechsle ich meine Euro in Turik. So bin ich fast Millionärin! Denn 10 Euro entsprechen ungefähr 20 Tausend Turik. Gegen Abend finde ich „Seven Summits“, einen europäisch geführten Outdoorladen mit umfangreichem Sortiment, und meiner Kartusche. Ich geh Essen, zu einem Koreaner in der Nähe des Hotels. Ich werde nicht bedient. Seltsam. Bis die Bedienung begreift dass ich alleine hier bin und alleine essen möchte. Zu meiner Suppe, dem,  was ich an Fotos erkennen kann, einzigen vegetarischen Gericht auf der Karte, werden mir 10 Schüsselchen mit unterschiedlichen eingelegten Gemüsen und Salaten gebracht. Alles sehr lecker! Es ist 21 Uhr hier und ich bin hundemüde.

 

 

Ulaan Baatar

 

 

 

 

Ulaan Baatar

 

 

 

Ulaan Baatar

 

 

 

Ulaan Baatar

 

 

 

Ulaan Baatar

 

 

2. Tag  Tal der Schildkröte  

 

 

 

 

 

366431

      

        Besucher  seit 1.September 2012